11. Mai 2017

Von Schönheit, Pusteblumen und alten Borten

In meinem Familien- und Freundeskreis wissen alle, dass ich gerne nähe. Das hat einen großen Vorteil, nämlich den, dass ich ziemlich häufig beschenkt werde mit alten Stoffen, Knöpfen, Bändern, Kordeln, mit Nadeln, Scheren, Nähgarnrollen und einfach allem möglichen Nähzubehör. Meistens sind das Kellerfundstücke oder Erbstücke. Und nicht immer sind die Sachen auch brauchbar, bzw. nicht immer mag ich sie. Manche Stücke liegen auch erst jahrelang in meinem Schrank, bevor ich ihre Schönheit für mich entdecke. Und so ging es mir mit diesen breiten bunten Retro-Borten. Bei meiner letzten Entrümpelungsaktion wären sie sogar fast im Mülleimer gelandet.. Ich bin froh, dass ich sie stattdessen auf den obersten Stoffstapel in meinem Schrank gelegt habe. 

So, wie mit den alten Borten geht es mir oft auch mit anderen Dingen. Tausendmal laufe ich an ihnen vorbei, bevor ich plötzlich ihre Faszination und ihre Schönheit entdecke. So ging es mir heute mit den Pusteblumen, die alle Wegesränder gerade säumen. Wie wunderschön sie im Morgenlicht leuchteten als ich meine kleine Runde im Park drehte, bemerkte ich eigentlich erst, als ich eine Laufpause einlegen musste weil mein Knie schmerzte. 

Und wie anders zauberhaft sie heute am späten Abend aussahen.

Eine Pause einlegen. Auch ohne schmerzendes Knie. Stehenbleiben, riechen, ansehen, fühlen, schmecken. Eine Pause einlegen mitten im Alltagstrubel. Daran möchte ich mich immer wieder erinnern, daran möchte ich mich gewöhnen.

In diesem Sinne,

bis bald

  • Britta

Verlinkt bei: RUMS

 

2 Gedanken zu „Von Schönheit, Pusteblumen und alten Borten

  1. Frau Jule

    hihi, ja das mit diesen stoffgeschenken… aber wundervolle borten hast du da. solche habe ich hier auch noch massig im schrank und sie werden ihren platz finden. doof, dass man so immer ein bisschen zum materialmessi wird….
    liebe grüße,
    jule*

    Antworten

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