12. Januar 2015

Hallo 2015! Grüße aus der Puppenkiste…

Der Januar ist schon gar nicht mehr so ganz jung. Es wird Zeit, euch endlich herzlich zu grüßen und euch zu sagen, dass es schön ist, dass ihr diese Zeilen lest! Ich wünsche euch ein ideenreiches, buntes, fröhliches und gesundes neues Jahr! 

Mit meinem ersten Post in diesem Jahr möchte ich euch einen kleinen Puppenjungen vorstellen, der pünktlich an Weihnachten, nämlich am 24.12. morgens fertig wurde und schon zwei Tage später mein zu Hause wieder verließ. Ich stelle ihn euch vor, weil er mir die ruhigsten und zufriedensten Stunden im Dezember beschert hat! Und weil es bei aller Weihnachtsfeierei meistens um viele schöne Dinge wie Essen und Trinken und Geschenke geht, selten aber um das Kind in der Krippe, das ja den eigentlichen Grund all unserer Weihnachtsaktivitäten stellt, habe ich diesen kleinen Jungen „Jesse“ getauft.

image

Eine Puppe zu nähen und zu gestalten ist immer wieder eine spannende Herausforderung! Man kann sich nicht vornehmen, dass man „schnell“ mal eben eine Puppe näht. Viel zu viele kleine Arbeitsschritte sind dazu nötig, Gedanken darüber, wie das Puppenkind am Ende aussehen soll, welche Kleidung es tragen soll, welche Haarfarbe und Augenfarbe es bekommt und vor allem welche Körperform es am Ende haben soll. Das alles kann ich nur, wenn ich mich einlasse auf diesen Prozess, wenn ich mir Ruhe und Zeit dafür nehme und alle anderen Dinge einfach auch einmal liegen bleiben dürfen.

Meine erste Puppe habe ich mit 17 Jahren genäht. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, denn es war Helene, eine ganz besondere Frau in meinem Leben, die mir gezeigt hat, wie man vorgehen muss. Helene hat mir nicht nur das Puppen nähen beigebracht sondern auch das Nähen ganz generell. Sie hat mir gezeigt, wie man filzt und strickt und häkelt, wo man die schönsten Stoffe in Holland kaufen kann und vieles mehr. Ohne Helene würde es diesen Blog nicht geben und vieles andere, was mein Leben reich macht auch nicht. Helene ist vor zwei Jahren an Krebs gestorben. Ich bin so dankbar dafür, dass sie ein Teil meines Lebens war!

Puppenjunge nach Waldorf Art genäht

Zurück zu Jesse. Alle meine Puppenzutaten habe ich schon vor zwanzig Jahren am liebsten bei Ruth Rodewald in Dortmund gekauft. In ihrem bezaubernden kleinen Lädchen findet man wirklich alles, was das Puppenmutterherz begehrt: feinste Stoffe und Felle, Perücken, Schnittmuster, Schühchen, Puppen und Teddies jeglicher Form, Farbe und Größe, man kann Kurse besuchen oder sich Rat holen bei Frau Rodewald, Inhaberin und Gründerin der Puppenstube. Ein Besuch dort lohnt sich auf jeden Fall!

image

image

Und weil ich heute ohnehin schon dabei bin, aus dem Nähkästchen zu plaudern, mache ich gleich noch ein wenig weiter und zeige euch ein paar Kuscheltiere, die ebenfalls aus Schnittmustern von Ruth Rodewald entstanden sind:

Puppen und Teddies selbst genäht

Alle Puppen und Tiere sind zu unterschiedlichen Zeitpunkten und jeweils zu ganz bestimmten Anlässen entstanden. Den kleinen einohrigen Hasen ganz links auf dem Bild möchte ich euch aber besonders vorstellen. Er heisst „LODENGRÜN“.

image

„Lodengrün“ ist das älteste Kuscheltier meiner Sammlung. Er ist über zwanzig Jahre alt. Dieser kleine Hase hat Arm- und Beingelenke, die ihn besonders beweglich machen. Er hat von Anfang an nur ein Ohr am Kopf gehabt. Ich hatte damals keine Lust mehr, das zweite schon fertige Ohr noch an den Kopf zu nähen. Immer wieder habe ich mir vorgenommen es irgendwann nachzuholen. Bis heute liegt das Ohr in meinem Nähkästchen. Lodengrün ist der Namensgeber meines kleinen Labels unter dem ich „Genähtes und Geliebtes“ verkaufe. „Lodengrün“ hieß auch meine erste Webseite, die es aber inzwischen nicht mehr gibt. Das liegt vor allem daran, dass ich nur noch selten meine genähten Sachen verkaufe. Und das liegt daran, dass ich es zeitlich einfach nicht mehr unter einen Hut bekommen habe, neben Job und Familie noch für Märkte oder private Aufträge zu nähen.

Zu nähen oder kreativ zu gestalten bedeutet Glück für mich. Mir Zeit nehmen, mich ausklinken vom Rest der Welt, abtauchen in Farben und Formen und Materialien, mich einlassen auf Dinge, die entstehen und am Ende etwas in den Händen halten, das alles macht mich glücklich!

Ich möchte in Zukunft Workshops zu unterschiedlichen Themen anbieten. Workshops in kleiner Runde in gemütlicher Atmosphäre. Meine Schränke sind voll mit Ideen und Schnittmustern, mit Stoffen und Maschinen. Vielleicht kann ich die eine oder andere von euch in diesem Jahr mitnehmen auf eine kleine kreative Entdeckungsrunde. Hoffentlich kann ich der einen oder anderen von euch eine Welt eröffnen, die neben allem Leistungsdruck und aller Alltagshektik ganz viel Schönes bereithält. Vielleicht gelingt mir das auch bei euch, was Helene gelungen ist, als sie mir zum ersten Mal eine Nadel und einen Faden in die Hand gelegt hat: mich glücklich zu machen! Euch glücklich zu machen würde mich auf jeden Fall sehr freuen!

Weitere Informationen dazu folgen bald. Ich muss noch ein wenig planen und ein Programm zusammenstellen, Termine überlegen und alles in das Blog einbauen…

Für heute aber soll es das erst einmal gewesen sein!

Ich wünsche dir einen guten Start ins neue Jahr! Vielleicht sehen wir uns in 2015 „unter meinem Dach“!

 

Glück auf!

  • Britta

 

 

 

 

2 Gedanken zu „Hallo 2015! Grüße aus der Puppenkiste…

Schreibe einen Kommentar

Vielen Dank für deinen Kommentar. Er wird nach der Freigabe sichtbar.
 

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.