22. September 2016

Elsenherbst und Herbstspaziergang

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Mit dem Herbst ist auch meine erste „Else“ bei mir eingezogen. Dieser wandelbare und wunderbare Schnitt für ein Jerseykleid ist genau so, wie ich es am liebsten mag: geradlinig, schnörkellos, schlicht. Schnell und leicht zu nähen und trotzdem mit einer superschönen Passform.

Ich nähe schon so lange. Viel länger als es irgendwelche E-Books gibt. Und meine anfängliche Euphorie über die unzähligen E-Books und „free Patterns“, die man überall im Netz findet, ist mittlerweile der Ernüchterung gewichen. Denn sehr viele Schnittmuster halten nicht wirklich das, was sie versprechen. Was sicherlich auch daran liegt, dass die allermeisten Macher/innen dieser Schnittmuster einfach keine gelernten Schnittkonstrukteure sind. Was wiederum die allermeisten Näherinnen nicht stört…. Mich stört es aber, wenn ein Kleidungsstück nicht gut sitzt. Ich bin da inzwischen wirklich anspruchsvoll geworden. Umso mehr habe ich mich über dieses Schnittmuster von Schneidermeistern gefreut!

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Die Else aus grauem, etwas dickerem Jersey ist gemütlich und so schön alltagstauglich. Ich habe mich sofort nach dem Nähen in sie verliebt und bin sehr sicher, dass weitere folgen werden.

Und weil Monika von Schneidermeistern nach unserem #signaturestyle fragt: unaufgeregt, unkompliziert, schnörkellos und alltagstauglich- dabei am liebsten unifarben, ja. So mag ich es!

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Und genau so ist meine Else. Geht zu HIgheels und zum Turnschuh (wobei ich nur letztere besitze :-) ) Passt zu Jeansjacke und Strickmantel und sowieso irgendwie zu allem!

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Wenn der „Elsenherbst“ so farbenfroh weitergeht, wie er gerade begonnen hat, darf er gerne noch ganz lange bleiben.

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Ich bin sehr gespannt auf die Linkparty von Schneidermeistern und auf die vielen unterschiedlichen „Elsen“, die ab heute überall auf den Social Media Kanälen zu sehen sein werden.. Das wird bestimmt wieder eine riesengroße Inspirationsflut und macht Lust auf noch mehr Else! Und darum hüpfe ich jetzt mal rüber zu RUMS und ihr vielleicht auch?

Habt es fein!

  • Britta

P.S. Was die Fotos nicht zeigen: ich habe erst am Ende festgestellt, dass ich die komplette Rückseite des Kleides „falschherum“ genäht habe. Das bedeutet, dass ich vorne auf die rechte Seite des Jerseys und hinten auf die linke Seite schaue…. Das ist mir noch nie passiert!! Ist aber noch keinem Menschen aufgefallen. :-)

 

25. August 2016

ich nähe einen Sonnenhut…

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Mein Kopf ist zu groß! Für die Norm. Den Durchschnitt. Mein Kopf ist zu groß für alle Arten von Kopfbedeckungen, das betrifft nicht nur die lustigen Strohsonnenhüte, die überall in südlicheren Gefilden feilgeboten werden, sondern auch jegliche andere Art von Kopfbekleidungen, Mützen, Hüte, Skihelme, Fahrradhelme, Stirnbänder und so weiter! Gerade komme ich wieder zurück aus unserem Sommerurlaub auf  Korsika und dieses Mal habe ich einen echten Herzenswunsch auf der Rückreise im Gepäck gehabt, nämlich zu Hause einen Sonnenhut zu nähen!  Dieser fehlte mir auf der schönen Insel mit den sonnenreichen Tagen sehr und ich vermisste ihn schmerzlich!

Bei meiner Recherche im Netz, auf Pinterest in Nähzeitschriften und Schnittmusterkatalogen fand ich erstaunlicherweise fast nur hübsche Hüte für kleine Mädchen. An einer Stelle im Netz wurde ich dann aber fündig: hier! Dieser Glockenhut gefiel mir auf Anhieb so sehr, dass ich sofort mit einem „Probehut“ loslegte.

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Das erste Ergebnis aus einem Stoffrest von Stoff und Stil war schon nicht so schlecht, nur leider viel zu groß! (Was auch ein Erlebnis der besonderen Art war ;-) )

Den zweiten Hut (ebenfalls aus Baumwollstoff von Stoff und Stil) nähte ich etwas kleiner…

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…. und er wurde schon annähernd perfekt für meinen Kopf.

Für den dritten Sonnenhut habe ich eine alte Lieblingsjeans von mir zerschnitten und diese mit einem ganz zarten Baumwollstoff von Room Seven gefüttert. Im Gegensatz zu den beiden ersten Hüten, die ich mit Vlieseline gefüttert habe, habe ich hier ganz auf Vlies von innen verzichtet. Das klappte auch sehr gut und wurde ein sehr gemütliches Teil für den Kopf!

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Auf dem Blog von Bozentee findet Ihr eine bebilderte Anleitung, falls es euch packt und ihr angesichts der hochsommerlichen Temperaturen, die für die nächsten Tage angesagt sind, auch noch schnell einen Spätsommerhut nähen wollt!

Mit sonnigen Grüßen,

  • Britta

verlinkt bei: RUMS und bei 12lettersofhandmadefashion

 

 

18. August 2016

Kissenmatratze und Anleitung zum Nachnähen!

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Ihr lieben kreativen Leserinnen und Leser meines Blogs!

Ich freue mich, dass euch mein Beitrag von März zur Kissenmatratze so gut gefällt und besonders über die vielen netten Mails und Kommentare dazu. Da sich in letzter Zeit auf unterschiedlichen Kanälen die Fragen zur Herstellung der Matratze häufen, werde ich an dieser Stelle noch einmal ausführlicher berichten, wie ich die Matratze genäht habe.

  1. Die Kissengröße der einzelnen 5 Kissen beträgt 40×80 cm und ich habe die günstigste und fest gefüllte Variante des Schweden genommen. Es gibt auch weichere Kissen. Da unsere Matratze aber in Dauerbenutzung ist, hat sich das härtere Kissen bisher sehr gut bewährt! (Meine Kissen kosteten unter 10 Euro!)
  2. Für den Matratzenbezug habe ich einen Bettbezug gewählt. Diesen habe ich dann erst einmal aufgetrennt, so dass ich eine Oberseite und eine Unterseite des Bettbezuges in Form von zwei großen rechteckigen Stücken Stoff bekam (jew. 200cm x 80cm plus Nahtzugabe, es kommt nicht auf einen Zentimeter an!)
  3. In eine der beiden langen Seiten habe ich über die ganze Länge der Matratze einen Endlosreißverschluss eingenäht und die anderen drei offenen Stoffseiten dann zugenäht (hierbei lagen Oberteil und Unterteil der Stoffrechtecke recht auf rechts aufeinander). Die Länge hängt natürlich davon ab, wie groß die Kissen sind, die man gewählt hat, und auch von der Anzahl der Kissen. (Bei mir ergab das ein Außenmaß der Matratze von 2 m x 80 cm).
  4. Die einzelnen „Kammern“ für die Kissen habe ich zum Schluss einfach von außen, d.h. auf der rechten Stoffseite mit einem Steppstich aufgenäht. Dabei ist es nicht notwendig bis zum Reißverschluss zu nähen. Ich habe so viel offen gelassen, wie nötig war, um die Kissen gut hineinschieben zu  können. Das hängt auch wieder sehr davon ab, wie dick die Kissen sind, die man gewählt hat.

Es gibt sicherlich viele andere Möglichkeiten diese Matratze zu nähen. Meine „Variante“ ist bestimmt nicht die eleganteste Lösung, aber sie ist einfach umzusetzen und relativ schnell genäht.

Ich hoffe sehr, dass ich euch weiterhelfen konnte und freue mich über viele bunte neue Kissenmatratzen im Land!

Herzlichst

  • Britta

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15. Juli 2016

Ferienwünsche…

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Ich wünsche euch eine wunderschöne, entspannte, sonnige Ferienzeit mit Eis und lieben Menschen und allem, was dazugehört!

Schön, dass ihr Immer wieder einmal hier vorbeischaut. Das freut mich wirklich!

Lasst es euch gut gehen!

Bis blad,

  • Britta

P.S. Stoff: von Stoff und Stil aus Köln, Schnitt: Leggins aus einer alten Ottobre. Wird auf jeden Fall in meinem Zelturlaub dabei sein!

29. Juni 2016

Hinter den Kulissen eines Echtzeit-Wochenendes…

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Gerade erst ist unser Echtzeit- Wochenende vorüber gegangen und ich bin immer noch ganz beseelt und bewegt von diesen schönen Tagen. Heute gewähre ich euch einmal einen tiefen Einblick hinter die Kulissen. Ich werde dabei gar nicht viel erzählen, denn die Bilder sprechen für sich.

Vorweg möchte ich euch aber noch einmal sagen, dass Echtzeit entstanden ist, weil wir die Bewegung, die Kreativität, die Stille, und auch die Natur so lieben. Weil alles das uns Kraft gibt für ein randvoll ausgefülltes alltägliches Leben voller Herausforderungen und Verantwortlichkeiten. Meine Freundin und Echtzeit Partnerin Tina und ich haben vor einem Jahr diesen Gedanken und Herzenswunsch gesponnen, alles das, was wir lieben, mit anderen Frauen zu teilen. An einem Ort, wo es für eine kurze Zeit einmal um nichts anderes geht als um das Wohlergehen des eigenen Herzens. Diesen Ort haben wir gefunden.

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Wir sind immer noch überwältigt und erstaunt darüber, dass „Echtzeit“ inzwischen auf eigenen Beinen steht. Und dass wir so viel positives Feedback von unseren Teilnehmerinnen erhalten. Das tut gut. Da sprudelt das Herz über!

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Wir hatten so Glück mit dem Wetter! Tatsächlich konnten wir einige Male in diesem wunderschönen kleinen Silbersee baden gehen. In unserer Gesellschaft nur Forellen, Frösche und  anderes Getier…

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Eine kleine Yogastunde nur für mich alleine am See, bevor….

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… unsere Teilnehmerinnen nach und nach eintrudelten.

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Am Abend Lagerfeuer, Wein, Weib und Gesang mit langen Gesprächen bis tief in die Nacht hinein.

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Am Morgen ein stiller Yogaspaziergang…

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…mit anschließender Yogastunde und Entspannung.

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Frühstück im Innenhof um später mit warmen, gefüllten Bauch in die Workshops zu starten…

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Wir haben schönste Collagen erstellt…

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und aus fast einhundert Jahre alten Leinensäcken Taschen genäht…

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…aber auch aus anderen Materialien!

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Wir legten Pausen ein…

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und genossen die wunderschöne Umgebung im Sauerland.

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Wir hatten ziemlich viel Spaß beim freien Tanz…

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Und Ja! Wir sind uns sicher, dass unsere Echtzeit Reise weitergeht! und darauf freuen wir uns sehr!

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Unser nächstes Wochenende findet statt vom 9.-11. September in Bromskirchen. Und wenn du mehr erfahren möchtest, dann besuch doch einfach unsere Internetseite von Echtzeit! 

Für nächstes Jahr planen wir zwei Wochenenden, deren Termine aber noch nicht genau feststehen.

Vielleicht sehen wir uns ja einmal. Das würde mich sehr freuen!!!

Übersprudelnde Grüße,

  • Britta

P.S. nicht im Bild: die unfassbaren Regenmengen, die wir den kompletten Samstag erlebt haben, die Echse im Yogaraum, die Mäuschen im Hof, die Bremsen, die ganz schön frech gestochen haben, die Spinnen und ihre zarten Kunstwerke…. aber auch nicht zu sehen, der überwältigende Sternenhimmel, die unzähligen Glühwürmchen, das Rauschen des Baches, das Flüstern des Waldes, die Rehe im Feld und diese stille Dunkelheit in der Nacht!

13. Juni 2016

Yin Yoga. Stefanie Arend. Und ich.

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Ich weiß gar nicht mehr genau, wann ich Yin Yoga so richtig entdeckt habe. Dafür aber umso genauer, wann und wie ich Yin Yoga erfahren habe und davon möchte ich euch heute ein wenig erzählen. Außerdem berichte ich euch von meiner Teilnahme an der Yin Yoga Ausbildung Basis bei Stefanie Arend, Schülerin von Paul Grilley, der diesen Yogaweg in Deutschland bekannt gemacht hat.  Weiterlesen

2. Juni 2016

Leopardenprint von Stoff und Stil

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Einer meiner Lieblingsschnitte ist der „Loungers“ aus der Ottobre Design Zeitschrift von November 2011. Und diesen habe ich auch verwendet für meine supergemütliche neue Jerseyhose. Der Schnitt ist nicht kompliziert. Ich finde, dass er größengerecht ausfällt und eine gute Passform hat. Das ist bei Schnittmustern elastischer Hosen nicht immer der Fall. Weiterlesen

12. Mai 2016

das erste Strandkleid des Jahres…

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Die hochsommerlichen Temperaturen der letzten Tage haben mir so große Lust gemacht auf luftige Sommerkleider, dass ich kurzentschlossen in alten Jerseybeständen wühlte und mir dann dieser geringelte Viskosejersey in die Hände fiel. Fehlte nur noch das Schnittmuster. Für dieses Kleid habe ich das e-book „Frau Julie“ von „schnittreif“ getestet. Das Ergebnis ist schlicht und ergreifend. Gemütlich und so richtig toll für heiße Tage am Meer (oder am Planschbecken im Garten!)

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Ich habe die Schultern etwas schräger genäht als im Schnittmuster angegeben und die Armausschnitte verkleinert. Und mit dieser Variante von „Frau Julie“ hüpfe ich heute mal rüber zu den Rums Damen und bin gespannt, wieviele Strandkleider da heute noch auftauchen!

Sommerliche luftigleichte Ringelgrüße!

  • Britta

 

8. Mai 2016

Zehn Sachen, die mich glücklich machen!

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Vier Tage frei und das mitten im Mai!  Unerwartet und vollkommen ungeplant. Ich kann mich wirklich nicht daran erinnern, wann wir das zum letzten Mal erlebt haben. Ehrlich gesagt glaube ich, dass wir das überhaupt noch nie erlebt haben. Vier Tage ganz ohne Plan, keine to do Listen, keine Verabredungen, keine Hausumbaumaßnahmen, einfach nichts zu tun! Und dabei Sonne!

Dafür süßes Nichtstun und zehn Sachen, die mich glücklich machen:

  1. Einen Sonnenaufgang beobachten. Morgens um halb sechs.

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2. Aufstehen, wenn alle noch schlafen und einen Kaffee trinken.

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3. Den ganzen Tag im Schneckentempo unterwegs sein.

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4. Ein Buch lesen im Schatten eines Baumes.

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5. Die Füße abkühlen im Planschbecken und dabei von meinen Kindern nassgespritzt werden.

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6. Ein neues eBook testen und ein Sommerkleid aus gemütlichem Jersey nähen.

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7. Wenn es ganz heiß ist (und nur dann!) Eis essen, am liebsten gelb mit weiß.

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8. Unser Zelt aufbauen und schon mal probeliegen für den Sommerurlaub.

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9. In der Schaukel unterm Baum liegen, den Vögeln lauschen und einschlafen.

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10. Spontan Freunde treffen und zusammen am Abend Wein trinken.

So werden manchmal die ursprünglichen Vorhaben durchkreuzt und in der „Lücke“ zwischen allen unseren Plänen entsteht etwas völlig anderes. Auf einmal ist da Zeit für zehn Sachen, die glücklich machen. Zehn auf einen Streich!

Da fällt mir spontan nur „Mut zur Lücke“ ein! Und in diesem Sinne wünsche ich euch einen tollen Start in eine neue Woche!

  • Britta

 

 

3. Mai 2016

Spitzkohlgericht. Das Leckerste! Ich schwör´s!

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Ich bin keine gute (Food) Fotografin. Leider. Aber wenn ich es wäre, dann würde ich euch jetzt in Form einer Fotoflut zeigen, wie unglaublich lecker dieses tolle Spitzkohlgericht ist. Da ich euch aber aus besagten Gründen davon verschonen möchte, wähle ich nur zwei Fotos, dafür aber umso zahlreichere ausdrucksstarke Wörter für dieses Rezept. Vertraut mir einfach, kocht es nach. Es ist sensationell, superlecker und einfach und spitze!  Weiterlesen